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Uran im Trinkwasser
In den letzten Wochen wurde in der Presse vielfältig über mögliche Belastungen unseres Trinkwassers mit radioaktiven Stoffen, speziell Uran, berichtet.
Im Allgemeinen stellen künstliche radioaktive Stoffe für die Trinkwasserversorgung in Deutschland kein wesentliches Problem dar. Bisher aufgetretene Belastungen stehen hinter anderen Strahlungsquellen weit zurück, zumal der Boden eine gute Schutzwirkung hat. Bei der natürlichen Versickerung radioaktiv kontaminierter Niederschläge werden die Verunreinigungen durch Adsorptions- und Ionenaustauschvorgänge zum größten Teil in den oberen Schichten des Bodens fixiert. Außerdem nimmt die Radioaktivität infolge der langen Aufenthaltszeiten des Wassers im Untergrund erheblich ab.
Bei Tiefengrundwässern aus uranhaltigen Formationen (Gebiete in Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz) können natürliche radioaktive Stoffe zu Belastungen führen. Insbesondere sei hier Radon genannt, bei dem eine Elimierung bei der Wasseraufbereitung erforderlich werden kann.
Bei der Vielzahl der Radionuklide gibt es kein einheitliches Verfahren zur optimalen Entfernung dieser Stoffe aus dem Wasser. Die Technologie ist insbesondere vom Oxidationszustand und der Bindungsform abhängig. Im Allgemeinen können bekannte Techniken für gleichartige inaktive Stoffe auch zur Eliminierung von Radionukliden eingesetzt werden. In jedem Fall ist die Nachrüstung einer bestehenden Wasseraufbereitungs-Anlage notwendig. Es ist dabei zu beachten, dass Schlamm und Spülwasser radioaktiv und die damit verbundenen Entsorgungsprobleme zu lösen sind. Weiterhin ist zu prüfen, ob Abschirmungen der Anlagen erforderlich werden.
Besteht dennoch Handlungsbedarf, ist zu prüfen, ob auf die Zutageförderung radioaktiv belasteter Wässer verzichtet und statt dessen mit Verbundsystemen eine wirtschaftliche Lösung erzielt werden kann.
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